Darauf solltest du beim Kauf von Babykleidung achten

Worauf muss eigentlich beim Kauf von Babykleidung besonders geachtet werden? Viele werdende Mütter verfallen geradezu in einen Kaufrausch, wenn sich Nachwuchs ankündigt. Schließlich soll das Baby ja immer nett gekleidet sein. Allerdings stellt sich später meistens heraus, dass das eine oder andere Teil eigentlich überflüssig war. Denn nicht alles, was auf den ersten Blick niedlich aussieht, erweist sich auch als praktisch. Und dann bleibt das gute Stück womöglich im Schrank liegen – schade darum. Worauf du beim Kauf von Babykleidung achten solltest, das erfährst du in diesem Bericht. 

Funktionalität

Zugegeben, die Optik ist bei Babykleidung nicht ganz unwichtig: süß soll es aussehen, wenn möglich, aber das alleine reicht nunmal nicht aus. Im Gegenteil. Viel wichtiger ist es, dass das neue Kleidungsstück gut passt und bequem ist. Gerade bei kleineren Babys ist es sinnvoll, Sachen zu kaufen, die nicht über den Kopf gezogen werden müssen oder aber so weit sind, dass das Baby sich nicht daran stört. Wickelbodies sind viel praktischer als die „normale“ Variante. Sie sind ganz einfach vorne zu verschießen und müssen nicht über das empfindliche Köpfchen gezogen werden.  

Wenn sich am Kleidungsstück im Rückenbereich Knöpfe befinden und Baby liegt womöglich darauf, kann das ganz schön unbequem werden. 

Bei Stramplern ist es wichtig, dass sie zum Wickeln schnell unten aufgeknöpft werden können. Es gibt nämlich auch Modelle, bei denen das Baby immer komplett zum Wickeln ausgezogen werden muss. Da vergeht einem schnell der Spaß und dem Baby erst recht, denn die wenigsten Babys werden gerne aus- und angezogen. Also sollte es möglichst schnell und einfach gehen. 

Viele Eltern meinen, sie müssten ihr Baby statt baby-mäßig mit Strampler so schnell wie möglich „richtig“ anziehen und greifen dann schon zu Jeans für ihr wenige Wochen altes Baby. Generell sind aber Strampler in den ersten Monaten für das Kind viel bequemer, weil sie keinen Gummizug am Bauch haben, der das Bäuchlein schmerzhaft abdrücken könnte. Geduld ist angesagt! Der Zeitpunkt, zu dem der Nachwuchs Jeans und Hosen anziehen kann, kommt noch früher genug. Außerdem ist bei einem Strampler einfach alles prima verpackt und nichts verrutscht. Alternativ sind Latzhosen ähnlich praktisch. 

Reißverschlüsse sollten generell mit einem Klemmschutz ausgerüstet sein und Söckchen werden schnell abgestrampelt, wenn sie kein eingearbeitetes Bündchen haben. Trägt dein Baby einen Strampler mit Füßen, kann auf die Söckchen auch verzichtet werden oder du ziehst sie ihm einfach obendrüber. 

Das Material

Welches Material eignet sich bei Kinderbekleidung am besten? Am meisten bewährt hat sich nach wie vor die gute, alte Baumwolle. Sie kann nämlich heiß gewaschen werden, ohne dass es dem Kleidungsstück etwas ausmacht. Schließlich gibt es Flecken, die nur bei höheren Temperaturen entfernt werden können. 

Wolle ist zwar auch ein angenehmes Material bei Babys, darf aber nicht in die Maschine und muss immer von Hand gewaschen werden. 

Kunstfaseranteile befinden sich auch immer bis zu einem gewissen Prozentsatz in der Kleidung, zu viel sollte es aber nicht sein, weil Baby sonst schwitzt. Der Vorteil von Kunstfasern: Sie sind pflegeleicht, machen das Kleidungsstück robust und trocknen nach dem Waschen schnell. 

 Bei Baumwolle hingegen handelt es sich um ein Naturmaterial, welches Babys Haut atmen lässt – damit fühlt es sich also in jedem Fall wohler als in einem Kleidungsstück aus Polyester. 

Die Qualität

Wer billig kauft, kauft zweimal. Dieser Spruch gilt in jedem Fall auch für Kinderbekleidung. Billige Kleidungsstücke verziehen sich nach dem Waschen oder werden nach einigen Wäschen bereits löchrig. Das muss natürlich nicht sein. Wenn du Markenware kaufst, ist es zwar nicht garantiert, dass sich dahinter gute Qualität verbirgt, meistens jedoch sind hochpreisige Kleidungsstücke langlebiger als Billigteile.

Mieten oder kaufen?

Kinder sind erfahrungsgemäß aus ihren Kleidungsstücken im Handumdrehen wieder herausgewachsen. Deswegen stellen sich viele Eltern zu Recht die Frage, ob sich ein Neukauf überhaupt lohnt. Genau dieser Aspekt spricht dafür, die Kleidung des Babys einfach zu mieten. Weiterer Vorteil: Wenn es sich dabei um bereits getragene Ware handelt, sind eventuelle Schadstoffe längst herausgewaschen. Das ist gut für Babys Haut, da viele neue Kleidungsstücke leider immer mal wieder mit Schadstoffen belastet sind. Solltest du Neuware erwerben, wasche die Teile am besten zwei oder drei Mal in der Maschine vor. Generell gilt: je greller und dunkler die Farbe ist, desto mehr Schadstoffe wurden verwendet. 

Außerdem ist es durch ein Mieten der Kleidung auch möglich, hochwertigere Kleidungsstücke zu verwenden, ohne dass das Budget zu sehr belastet wird. Werden hingegen stattdessen Billigkleider gekauft, die schnell kaputt gehen, belastet das nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. 

 Hinzu kommt beim Mieten folgender Aspekt: Du hast immer nur die Menge an Kleidung zuhause liegen, die auch wirklich benötigt wird. Sollte einmal etwas kaputt gehen – kein Problem, da bei unserem Mietmodell alle Sachen versichert sind.

Die richtige Größe

In Anbetracht der Tatsache, dass das Kind im Handumdrehen wieder aus seiner Kleidung herausgewachsen ist, scheint der Gedanke naheliegend, alle Kleidungsstücke gleich ein oder zwei Nummern größer zu laufen. Darunter sollte aber keines falls der Tragekomfort leiden. Denn das Baby muss sich in der Kleidung wohlfühlen. Ist sie zu weit, kann es sich verheddern und das Strampeln oder später die Fortbewegung werden erschwert. Ist sie hingegen zu eng, zwickt oder kneift es womöglich irgendwo – auch nicht das Gelbe vom Ei. 

Im Idealfall sollte die Kleidung also passend oder maximal eine Größe größer gewählt werden.

Winter rund Sommerkleidung

Im Sommer ist das Material der Wahl Baumwolle, weil sie leicht auf der Haut ist und das Baby darin nicht übermäßig schwitzt. 

Im Winter ist es wichtig, dass du dein Kind nach dem Zwiebelprinzip kleidest: am besten also mehrere dünnen Schichten übereinander anziehen, so dass bei Bedarf schnell etwas an- oder ausgezogen ist. 

Zusammenfassend lässt sich sagen

Eine gute Qualität bei Kinderkleidung ist wichtig, schließlich soll alles passen und der Tragekomfort muss stimmen. Billige Kinderkleidung belastet die Umwelt. 

Das Mieten von Kinderkleidung hat gegenüber dem Kauf deutliche Vorteile: du sparst Geld, Platz für Kleidung, aus der dein Kind herausgewachsen ist und kannst problemlos auch Markenstücke budgetfreundlich ausleihen. Zudem hast du immer nur genau die Menge an Klamotten da, die auch wirklich benötigt wird. Last but not least: du sparst dir das manchmal wirklich lästige Einkaufen gehen.