Was tun wenn Kinder Angst im Dunkeln haben?

HILFE DIE MONSTER KOMMEN!

Wer kennt das nicht? – es ist 03:03 Uhr Nacht und das Kind schreit wie am Spieß „Papa, Papa da ist was hinter dem Fenster, im Spiegel, Im Schrank oder unter dem Bett...“

Viele Kinder haben Angst im Dunkeln und sehen beispielsweise Nachtgespenster, Monster, Hexen oder böse Zwerge.

Was kannst du tun und wie schaffst du es, dass dein Kind tapfer in die Dunkelheit schreitet und alleine im Bett einschläft? In diesem Beitrag gehen wir genau darauf ein.

More...

Wir alle sind unterschiedlich, jedes Kind ist individuell daher gibt es kein einheitliches Rezept wie sie die Ängste loswerden. Wir gehen im Folgenden auf einige Ansätze und jeder kann von Fall zu Fall entscheiden, ob der Tip passt.

Schritt 1: Ursachen Forschung

Ängste entstehen nicht ohne Grund. Es gibt immer einen Grund für die Ängste. Es ist etwas vorgefallen, das Kind hat etwas erzählt bekommen oder einen Film gesehen. Eine ausgeprägte Fantasie in Kombination mit Assoziationen im Dunkeln lassen verschiedenste Wesen entstehen, die eine Gefahr darstellen.

Finde heraus was es ist und woher die Angst herkommt. Die Kinder werden das nicht beantworten, da sie es nicht wissen. Es kann aber ein nicht altersgerechter Film, die schreckliche Geschichte oder ein schlimmes Ereignis gewesen sein.

Schritt 2: Analysiere die Situation

Zu sagen: „Da ist nichts! Mach die Augen zu und schlafe weiter!“ führt meistens zu einem Konflikt und Ihre Kleinen verteidigen Ihre Ängste, „Doch natürlich, ich sehe da was ...“

Diese Situation führt dazu, dass sich Eltern und Kinder sich mehr in das Thema rein steigern. Das ist nicht das Ziel!

Besser ist es dem Kind zuzuhören. Lasse dir alles sehr detailliert erklären. Wie schaut die Gestallt aus? An welchem Ort ist diese Gestallt zu sehen? Wann ist sie zu sehen? Lass dir die Gestallt malen.

Schritt 3: Löse das Geheimnis

Du hast herausgefunden mit was du es zutun hast, du weist wo es sich aufhält und wann es kommt.

Sieh gemeinsam mit deinem Kind nach dem Wesen nach und womöglich wirst du es besser verstehen. Wo möglich wirst du in der Nacht ebenfalls den Umriss der Gestallt sehen, die in Wirklichkeit ein Kleiderständer ist, der im Dunkeln wie ein schwarz angezogener Mann aussehen. In dem Moment wenn du händchenhaltend durch die Dunkelheit mit deinem Kleinen schreitest und dein Kind aufschreit „Da, siehst du Ihn!!“ wirst du auch Gänsehaut bekommen J

Durch das Aufklären lassen sich viele Ängste besiegen. Wenn dein Kind sieht das die Ärmel der Jacken am Kleiderständer die Arme sind, die es in der Dunkelheit am schwarzen Mann gesehen hat, wird es womöglich davor keine Angst mehr haben. Auf die ähnliche Vorgehensweise lassen sich sehr viele imaginären Gestalten entlarven. 

Sollte das nicht helfen, dann rüsten Sie Ihr Kind für die Begegnung mit der Gestalt

Schritt 4: Entwickle mit deinem Kind eine Strategie, wie es die Angst besiegt

Die beliebtesten Methoden lassen sich in folgende Gruppen zusammenfassen: Aufklärung, Angriff, Verteidigung, und Flucht. Die Auflistung soll der Veranschaulichung dienen und gilt als nicht vollständig.

Die einzelnen Begriffe sind unten detaillierter beschrieben.

Eine Sprühflasche gefüllt mit Wasser und etwas Weichspüler mit der Aufschrift „Anti-Monster“ wird neben das Bett gestellt. Wenn das Kind das Monster sieht kann es das besprühen und das löst sich auf. Alternativ das Zimmer besprühen weil die Monster es nicht mögen wenn es gut riecht und deswegen weglaufen.

Ein beschrifteter Schuhkarton mit dem Schriftzug „Monster Trap“ fängt Monster oder ein Küchenstaubsauger saugt die Monster auf wie im Trickfilm „Ghostbusters“.

Eignet sich besonders für Monster in den Spiegeln. Oder lässt sich super in ein „Monster Blaster“ verwandeln 😉 trifft der Lichtstrahl das Monster löst es sich auf.

Legt das Lieblingsspielzeug, Plüschtier oder kauft eins das wie ein Superheld nachts die Bösen bekämpft. Der Beschützer kann mit im Kinderbett schlafen und Dein Kind vor Gespenstern und Monstern in der Nacht beschützen.

Malt Monster. Wenn Sie Ihr Kind sich damit beschäftigt verfällt die Angst davor. So ähnlich wie im Trickfilm Monster AG entpuppen sich die Monster als gute Wesen die eigentlich nichts Böses wollen.

Bastelt Monster. Ähnlich wie beim Malen, wenn Ihr Kind sich damit beschäftigt verfällt die Angst davor. 

Macht einen Monsterkuchen, Monster Keckse, Schleimsuppe oder ähnliches. Es macht Spaß. Ähnlich wie beim Malen, wenn Ihr Kind sich damit beschäftigt verfällt die Angst davor.

Bastel gemeinsam mit Deinem Kind ein „Monster Zutritt verboten“-Schild, das ihr an der Kinderzimmertür befestigt. Wird den Monstern der Zutritt zum Kinderzimmer verboten, kommen sie bestimmt nicht mehr.

Monster mögen auch Spielzeuge 😉 Gebt Sie Ihnen damit Sie auch spielen können. Packt eine Spielkiste und stellt diese unters Bett. Die Monster kommen nicht weil sie die ganze Zeit mit Spielen Beschäftigt sind.

Auch Monster lieben Süßigkeiten. Deswegen stellt Ihr eine kleine Schale mit Süßigkeiten für die Monster vor der Kinderzimmertür hin, dadurch sind sie abgelenkt und bleiben dem Kinderzimmer fern.

Kauft einen Betthimmel und macht Eurem Kind klar, dass es ein „Tarnumhang“ ist, unter dem die Monster es nicht mehr sehen können.

Wenn gar nichts mehr hilft, lass Dein Kind in Deinem Bett schlafen. Papa oder Mama besiegen jedes Monster 🙂

Es gibt viele Tipps in Ratgebern, im Internet und von Freunden. Die oben aufgeführten Möglichkeiten zeigen wie du dich mit dem Thema auseinander zusetzen kannst um von Fall zu Fall zu entscheiden kannst was am besten hilft.

Ich persönlich finde, dass durch die Bewaffnung und Schutzmaßnahmen gegen Monster das Kind sich nur noch mehr reinsteigert. Wenn es keine Monster gibt warum soll es gegen die Monster „Waffen“ oder sonstige Sachen geben. Womöglich kann es dazu führen das ihr Kind noch mehr komische Sachen sieht. 

Meine Tochter fragte mich nach dem ich Ihr das „Anti Monsterspray“ neben das Bett gestellt. „ Papa wenn es keine Monster gibt wie du sagst, warum gibt es dann „Monstersprays“? – Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Seitdem bringe ich ihr bei sich der Angst zu stellen. Jetzt noch zusammen mit dem Papa. Wir machen das Licht nicht an und schauen nach wo es ist. Wenn sie ein Monster sieht. Schalten wir das Licht an. Schauen was es ist und schalten das Licht wieder aus und schauen wieder. Wenn Sie gelernt hat damit umzugehen, dann kommen in Zukunft auch keine Monster oder sonstige Gestallten.